Wenn den Fischen der Durchblick fehlt

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Ein wichtiger Bestandteil für die Gesundheit der Fische im Teich ist eine gute Wasserqualität. Das Teichwasser ist Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen. Der Gartenteich ist an und für sich kein Naturteich der viele Pflanzenarten und Tiere beherbergt. Künstlich angelegt, mit oft wenig Pflanzen und viel zu viel Fischen ist das Wasser belastet. Viele Teichfans denken: „Loch … Folie…. Steine…. Fertig!“ Aber dann fangen die Probleme erst an und der Teich macht keinen Spaß mehr. Der Teich braucht, wie wir Menschen, Sauerstoff, denn Fische, Pflanzen und Bakterien verbrauchen ihn. Im Sommer (also im warmen Wasser) ist weniger Sauerstoff enthalten als im kaltem Wasser (im Winter). Zu wenig Sauerstoff ist schlecht für das Teichleben, denn der Teich kann umkippen, fängt an zu stinken und die Fische sterben. Eine gute Teichbepflanzung am Rand und Unterwasserpflanzen können Abhilfe schaffen.

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Auch der PH- Wert des Wassers ist wichtig. Bei einem Fischbesatz sollte der PH- Wert zwischen 6 und 8 liegen. Ein zu niedriger PH–Wert (z.B. durch sauren Regen oder Laub) führt bei Fischen zu Verätzungen an den Kiemen sowie wird das Immunsystem der Fische geschwächt und werden anfällig für Pilzkrankheiten.

Nährstoffgehalte im Wasser sollten ebenso gering wie möglich gehalten werden. Zu viele Fische ist einer der am meisten begangenen Fehler. Außerdem begünstigen zu viele Nährstoffe im Wasser das Algenwachstum.

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Fische im Wasser wollen eigentlich gesehen werden. Aber leider trüben uns die Algen die Sicht – mal sind es Schwebealgen, mal Fadenalgen und diese Algen stehen zudem noch in Konkurrenz miteinander. Vernichte ich die Schwebealgen, schaffe ich Platz für die Fadenalgen.

Ich habe hierzu ein paar kurze Tipps:

UV–Licht an der Filteranlage nur nachts laufen lassen, weil Schwebealgen, die durch UV- Licht absterben, schießen ihr Phosphat ins Wasser und bringen Nährstoffe für die Fadenalgen. Wenn nun das UV- Licht nur nachts brennt, fehlt das Tageslicht, das die Fadenalgen benötigen, um zu wachsen. Das Phosphat sinkt somit zu Boden und wird dort im Schlamm gebunden.

Niemals im Bodengrund wühlen oder den Schlamm absaugen. Das Phosphat wird so wieder freigesetzt und bringt Nährstoffe für neue Algen. Mikroorganismen, die den Teichschlamm zersetzen, sollten regelmäßig in den Teich gestreut oder gegossen werden – das hilft! Bei den Produkten hierfür am besten testen, welches hilft. Außerdem regelmäßig die Wasserqualität mithilfe von Teststreifen kontrollieren.

 

Das Teichthema ist sehr umfangreich. Für heute belasse ich es bei diesen Tipps. Weitere Infos folgen in einem meiner nächsten Blogs. Wenn ihr vorab noch Fragen habt, nutzt die Kommentarfunktion.

Eine schöne und sonnige Woche. Euer Pflanzenarzt

2 Kommentare
  1. Ludwig, Wolfgang
    Ludwig, Wolfgang sagte:

    betreffs Teich:
    „Mikroorganismen, die den Teichschlamm zersetzen, sollten regelmäßig in den Teich gestreut oder gegossen werden“. – Würde mich interessieren, wie die heißen und wo man die kriegt … und ob´s da event. unerwünschte Nebenwirkungen gibt …

    Ansonsten bei dieser Gelegenheit gleich mal ganz herzlichen Dank, lieber Rene Wadas, für den Besuch bzw. die Garteninspektion bei mir, Wolfg. Ludwig in Lucklum, vor rund 6 Wochen. Durch Magnesium, Algenkalk etc. hat sich inzwischen schon sehr viel verbessert!!!

    Freue mich jedes Mal auf einen neuen Mail-Rundbrief!

    Antworten
    • pflanzenarzt
      pflanzenarzt sagte:

      Hallo Wolfgang, die Mikroorganismen bekommst du von Söll diese sind rein Natürlich und sollten einmal im Jahr ausgebracht werden.
      Vielen Dank für die lobenden Worte.
      Grüße aus Börßum

      Antworten

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