Das Mulchen ist ein Muss im Biogarten!


NACHHALTIGES KOMPOSTIEREN

Was macht Mulch auf meinem Gartenboden? Die besten Tipps vom Pflanzenarzt

Grundsätzliches:

 In der Natur gibt es keinen kahlen Boden. Immer ist der Boden geschützt durch eine Pflanzenschicht oder Humus. Das beste Beispiel dafür ist unser Wald. Riesige Laubmengen verrotten jährlich. Millionen von Organismen Würmer, Käfer, Bakterien und Pilze machen das möglich:

Der Nährstoff Kreislauf der Natur!

Aus organischer Substanz, (Blätter, Äste und abgestorbene Pflanzen) werden wieder verfügbare Nährstoffe für unsere Pflanzen.

Das könnt ihr euch auch in eurem Garten zunutze machen. Denn die Organismen, die wir dafür brauchen sind alle schon vor Ort!

Mulchen kann durch vielerlei Arten geschehen:

  • Eine Flächenkompostierung wie sie in der Natur seit je her ganz von selbst passiert.
  • Gründünger Saaten, die nach der Ernte ausgesät werden und den Boden bedecken später abgemäht werden und verrotten. (Senfsaaten, Ölrettich usw.)
  • Reifer oder halbreifer Kompost, wobei reifer Kompost ein hochwertiger Dünger ist. Stroh, am besten gehäckselt, zum Beispiel bei Erdbeeren. Macht auch das Ernten leichter und sauberer!
  • Rasen- oder Wiesenschnitt Heckenschnitt zwischen den Beerensträucher. Holzhäcksel oder Rindenmulch auf Gartenwege und Pflanz-Beete.

MYTHOS:

Viele Hobbygärtnern nehmen an: Mit Rinde zu mulchen macht den Boden sauer. FALSCH!

Und so ist es wirklich:

Mulchen mit Kiefernrinde, Eichenlaub oder Tannennadeln versauert den Boden nicht, die darin enthaltene Gerbsäure sorgen vielmehr dafür, dass viele Pflanzen nicht mehr wachsen wollen.

Komposter

Komposter in Holz oder Stahl für jeden Garten.

Fünf Argumente für nachhaltiges Kompostieren:
  • Euer Boden bleibt locker. So spart ihr euch die anstrengende Hackarbeit zur Bodenlockerung. Regenwürmer und Mikroorganismen fühlen sich wohl und sorgen für einen gesunden krümeligen Boden.
  • Euer Boden bleibt länger feucht, ihr müsst also weniger gießen!
  • Die schützende Mulch Schicht hält unerwünschte Pflanzen zurück und ihr müsst weniger Unkraut jäten!
  • Den Pflanzen wird durch die Verrottung der Mulch Schicht Nährstoffe bereitgestellt. Das spart Dünger!
  •  Die Gartenabfälle bleiben im Garten und sind im Kreislauf der Pflanzenernährung. Die Humusschicht im Garten wird aufgebaut.

Mein Tipp:

Wir nutzen in unserem Garten viel frisches Mulch Material, Gemüsereste oder auch den Rasenschnitt. Nach dem Mähen wird der Rasenschnitt in den Beeten verteilt. Vielleicht ist das nicht gerade gut fürs Auge aber euer Boden wird es euch danken. Häcksel von Chinaschilf eignet sich wunderbar zur Schneckenabwehr. Die scharfen Pflanzenteile machen es den Schnecken schwer diese zu überwinden. Ab und zu überstreue ich die Mulch Schichten mit Urgesteinsmehl oder Algenkalk. Dabei werden nicht nur die Schnecken verärgert, sondern mein Boden wird noch zusätzlich mit Nährstoffen versorgt. Wichtig: In sehr verregneten Jahren müsst ihr die Beete auf Schnecken absuchen!

In unserem Garten bringen wir jedes Jahr über den Winter eine recht dicke Mulch Schicht auf, da leider die eine oder andere Wühlmaus vorbeischaut. Ihr würdet staunen, was im Frühjahr davon noch übrigbleibt

Nicht vergessen!

Kompost in den Händen

Gärtners Gold ist der eigene Kompost

Bevor ihr den Mulch auftragt, versorgt eure Beete mit einem Biodünger! Denn die Mikroorganismen, die den Mulch zersetzen, benötigen erst mal Stickstoff als Starthelfer. Diesen würden sie sich sonst von euren Pflanzen holen. Daher am Anfange Dünger hinzugeben, später ist dann für alle genügend da!


Über Pflanzenarzt

Milch gegen Mehltau, Rainfarn gegen Läuse oder Neem gegen Raupen - wo andere die Giftspritze einsetzen würden, empfiehlt Pflanzenarzt Rene Wadas biologische Mittel. Wenn Schädlinge, Ungeziefer und Krankheiten den grünen Lieblingen der Gartenbesitzer zu schaffen machen, dann kommt Pflanzenarzt Rene Wadas zum Hausbesuch. Sein Motto: natürlich gärtnern. In seiner grünen Arzttasche findet er fast immer eine biologische und naturnahe Lösung, ganz ohne Gift und Chemie.

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