Rosen schneiden oder nicht schneiden – das ist hier die Frage.

Hallo liebe Gartenfreunde,

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ich werde immer wieder nach dem ultimativen Rosenschnitt gefragt. Heute möchte ich euch schreiben, wie ich meinen Rosen den Sommerschnitt verpasse. Die wichtigsten Arbeiten im Juli und August sind:

  • Regelmäßig alle verwelkten Blüten entfernen.
  • Keinen Stickstoffdünger mehr geben. Der verhindert nämlich das Abhärten der Pflanzen für den Winter.
  • Lange Jungtriebe bei Kletterrosen waagerecht anbinden, das fördert die Blütenbildung im nächstem Jahr.
  • Bodenlockerung
  • Sommerschnitt bei Strauch- und Kletterrosen.

Der Sommerschnitt stimuliert den Neuaustrieb der Rosenblüte bei öfters blühenden Sorten.

Dabei darf ich aber nicht zu tief geschnitten werden. Der Schnitt erfolgt am ersten voll ausgebildeten Laubblatt.

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Ein zu tiefer Schnitt kostet viele Blätter und bedeutet somit weniger Assimilationsfläche. Zu wenig Assimilationsfläche bedeutet das eine geringe Blattmasse an der Pflanze ist. Die Rose kann somit weniger Photosynthese betreiben, weniger Zucker produzieren und so verzögert sich der neue Blütentrieb erheblich. Das Gleichgewicht zwischen Blatt und Wurzel ist gestört und dadurch können Teile der Wurzeln absterben.

Wichtig ist, dass bei einmalblühenden Rosen aus den Langtrieben, die in diesem Jahr gewachsen sind, im nächsten Jahr Seitentriebe wachsen, aus denen die Blütenpracht entsteht.

Also sollte hier die Schere gar nicht oder nur bei älteren Pflanzen ab dem fünften Jahr angesetzt werden. Dies erfolgt dann nur nach der Blüte. Die verwelkten Blüten sitzen auf kurzen Seitentrieben, die bis auf 2-3 Augen zurückgeschnitten werden. So werden sie zum Bilden neuer Triebe angeregt. Grundsätzlich bleiben einjährige Triebe stehen, denn das ist der Garant für eine neue Blütenpracht im nächsten Jahr.

Wildtriebe müssen gründlich entfernt werden…

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Rosen, die nicht wurzelecht sind, sondern auf unterlagen veredelt, sind meistens starkwüchsige Wildlinge. Es kommt immer wieder vor, dass diese Unterlagen wilde Triebe hervorbringen. Diese müssen entfernt werden, weil sie sonst die veredelte Rose unterdrücken. Hier ist es wichtig den wilden Trieb freizulegen und ihn direkt am Ansatz nach unten wegzureißen oder ihn abzuschneiden ohne schlafende Augen zu hinterlassen. Denn werden die Triebe einfach nur abgeschnitten, bilden sich aus den schlafenden Augen neue Triebe. Dann werden aus einem Trieb schnell fünf.

So und nun ran an die Rosen, nicht mehr lange warten. Und wenn Ihr wie immer Fragen habt, nutzt die Kommentarfunktion. Das Thema Rosen ist so umfangreich, dass ich in einem meiner nächsten Blogs mehr darüber schreiben werde.

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