Pflanzen entwickeln ihre eigenen Schutzmechanismen im Kampf ums Überleben.

PFLANZEN HELFEN PFLANZEN

INTILIGENTE PFLANZEN ?
Pflanzen haben sich in ihrer Entwicklungsgeschichte dafür entschieden an einem Ort zu leben und sich zu verwurzeln. Über Jahrmillionen haben sie Möglichkeiten gefunden, sich gegen Fressfeinde zu schützen. Von den Dinosauriern bis hin zur Blattlaus. Pflanzen ziehen ihre Lebensenergie aus dem Boden. Sie müssen im Gegensatz zu Menschen und Tieren nicht andere Tiere fressen um zu überleben. Nein, sie haben sich im Laufe der Evolution dazu entschieden, keine anderen Lebewesen  zu verzehren.
Pflanzen entwickeln ihre eigenen Schutzmechanismen im Kampf ums Überleben.

Schauen Sie genauer hin!

Das Erste und wichtigste für die Pflanzen ist wohl ihr Aufbau. Da die Pflanze nicht flüchten kann, dadurch ganz unten auf der Nahrungskette steht, hat sie die Möglichkeit sich zu regenerieren. Wird die Pflanze abgefressen, kann sie alle Pflanzenteile neu bilden. Wir erkennen das an unserem Hausrasen. Dieser wird jede Woche gemäht und wächst immer wieder nach. Und noch viel besser: Er wird immer stärker und dichter. Viele Pflanzen bilden Abwehrstoffe, die sie vor Fressfeinden schützen sollen. Akazien in Afrika lagern Bitterstoffe in Ihren Blättern ein und machen diese so ungenießbar für Giraffen. Andere produzieren süße Säfte als Nahrungsquelle für Ameisen, die als Gegenleistung die Pflanze vor Feinden schützen. In unserem Garten oder am Straßenrand finden wir Pflanzen, die Inhaltsstoffe entwickeln, um sich so manche Plagegeister vom Hals zu schaffen.
Hier  möchte ich euch zeigen, wie wir Gärtner uns die Natur zunutze machen können.

Den Anfang macht der Wermut

wermut

Der gemeine Wermut (Artemisia absinthium) ist eine Pflanze aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae)

Der gemeine Wermut (Artemisia absinthium) ist eine Pflanze aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Das Kraut gehört  zur Gattung der Artemisiengewächse (Artemisia). Diese gehören etwa 500 Arten an.

Hildegard von Bingen und andere Naturheiler aus der Vergangenheit haben diesem Kraut schon viele heilenden Kräfte bei Menschen zugesagt, bekannt als Alkohol in Form von Wermut Schnaps oder dem berühmt-berauschenden Absinth.

Die Inhaltsstoffe, wie ätherische Öle (Thujon; Isothujon Chamazulen), Sabinen, Flavone, Gerbstoffe und Bitterstoffe, Absinthin, Artabsin, Anabsin Ascorbinsäure, schrecken Blattläuse und Co ab, sodass sie, was Oma schon wüsste, einen großen Bogen um diese Pflanze machen.

Rainfarn

Der Rainfarn ist eine mehrjährige Pflanze, die zwischen Juli und Oktober blüht. Er hat knopfgelbe Blüten

RAINFARN NERVENGIFT FÜR SCHÄDLINGE

Der Rainfarn ist eine mehrjährige Pflanze, die zwischen Juli und Oktober blüht. Er hat knopfgelbe Blüten, die sehr lange schön sind. Diese Blüten wachsen in dichten Büscheln, auf einem starken Stiel. Die Blätter stehen abwechselnd am Stängel. Sie sind dunkelgrün, gefiedert und farnartig, deshalb auch der Name Rainfarn.

PILZSPOREN WERDEN ZERSTÖRT

Rainfarn wirkt pilztötend und antiviral.
Kartoffelkäfer werden durch das Spritzen mit Rainfarntee bis zu 100 % aus dem Kartoffelbeet verbannt.

MISCHUNG RAINFARN UND WERMUT

Pflanzenpower: Rainfarn und Wermut als Tee aufgegossen und damit geplagte Pflanzen einsprühen, sorgt dafür, dass ungebetene Gäste fortbleiben und Pflanzen widerstandsfähig werden. Mit warmen Wasser und einen Schuss Rapsöl geht’s den Wollläusen an den Kragen.

Weiter gehts nächstes Mal mit Hafer und Ackerschachtelhalm.

Wenn’s Euch gefällt Daumen Hoch! Genießt den Garten! Bis bald Euer Pflanzenarzt.

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