Ackerschachtelhalm nicht nur zum Putzen von Zinnsoldaten.


Wenn ich Oma nach Ackerschachtelhalm frage, kennt sie diesen auch unter den Namen Zinnkraut. Früher wurde Ackerschachtelhalm gerne zum Putzen von Zinn verwendet darum auch der Name Zinnkraut.

Ackerschachtelhalm

Ackerschachtelhalm nicht nur zum Putzen von Zinnsoldaten.

Kieselsäure ist das Geheimnis.

In Form von Kristallen ist die Kieselsäure im Ackerschachtelhalm enthalten. Kieselsäure oder auch Silicium ist ein Weiß gekörntes Mineral, Silizium ist eines, der vielen Elemente aus denen sich unsere Erde zusammensetzt. Gleich nach dem Sauerstoff kommt es als zweithäufigstes Element in der Erdkruste vor. Dort ist es vorwiegend in verschiedenen Gesteinsarten zu finden.

Menschen brauchen es für Sehnen, Bänder, Haut und Haar sowie Knochen und Nägel.
Unsere Pflanzen nutzen Kieselsäure hauptsächlich zur Zellstärkung, es sorgt also für stabile Pflanzen. Wichtige Aufgabe ist auch die Krankheitsabwehr. Untersuchungen haben ergeben, das Pflanzen die aufgenommene Kieselsäure genau an den Stellen einlagert, wo eine Pilzkrankheit an der Pflanze ausbrach. Vermehrte Kieselsäuregehalte erschweren Pilzen das Eindringen in die Zellen. Insbesondere das Wachstum von Mehltau ist auf Silizium reicheren Pflanzen stark gehemmt. Auch Blattläusen wird das Anstechen mit ihren Saugrüsseln erschwert.

Damit wir an die Kieselsäure vom Ackerschachtelhalm kommen,

müssen wir diesen mindestens zwanzig Minuten aufkochen damit sich die Kieselsäure löst.

Fünf Gramm getrockneter Ackerschachtelhalm auf einen Liter Wasser ist ausreichend. Bei frischen Pflanzenteilen wird die Menge auf ca. vierzig Gramm pro Liter Wasser erhöht.

Zwei Tage vor dem Aufkochen in Wasser am besten Regenwasser gelegt verbessert die Wirkung

Wir Gärtner sollten also den Nutzen aus dieser Pflanze ziehen und den Ackerschachtelhalm nicht als Unkraut verteufeln. Also beim nächsten Mal, der Ackerschachtelhalm ein echter Gärtnerfreund.

Viele Grüße und noch schöne Gartentage wünscht Euch Euer Pflanzenarzt.


Über Pflanzenarzt

Milch gegen Mehltau, Rainfarn gegen Läuse oder Neem gegen Raupen - wo andere die Giftspritze einsetzen würden, empfiehlt Pflanzenarzt Rene Wadas biologische Mittel. Wenn Schädlinge, Ungeziefer und Krankheiten den grünen Lieblingen der Gartenbesitzer zu schaffen machen, dann kommt Pflanzenarzt Rene Wadas zum Hausbesuch. Sein Motto: natürlich gärtnern. In seiner grünen Arzttasche findet er fast immer eine biologische und naturnahe Lösung, ganz ohne Gift und Chemie.

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