Blumenerde oder Substrat


Für den Profi ist es Substrat, für den Hobbygärtner Blumenerde. Was macht eine Blumenerde aus?


Die Ansprüche der Pflanzen sind die gleichen. Wie soll der Hobbygärtner aus der Fülle des Angebots die richtige Auswahl treffen.

Welche Erde ist die Richtige? Blühpflanzenerde, Grünpflanzenerde, Universalerde, Kakteenerde, Balkonpflanzenerde, Geranienerde, Hortensienerde, Rhododendronerde, Moorbeeterde, Aussaaterde, Bioerde, Pflanzerde, Palmenerde, Orchideenerde, Zitruspflanzenerde oder Bonsaierde. Hier sieht man schon die große Auswahl an Spezialerden, die auf dem Markt angeboten werden. Von teuer bis billig ist alles zu haben. Ich möchte hier eine Entscheidungshilfe geben.

Der erste und einfachste Qualitätscheck: dazu greife ich in die Blumenerde, nehme eine Hand voll Erde und presse sie zusammen. Wenn ich nun meine Hand öffne muss die Erde locker auseinander fallen. Bleibt die Erde als Klumpen in der Hand liegen, ist es eine Erde mit geringerer Qualität. Solche Erden neigen schnell zu Bodenverdichtungen, die Wurzeln bekommen nicht genügend Luft und faulen. Besonders Trauermücken fühlen sich hier wohl und vermehren sich schnell. Pflanzen verlieren Blätter, kümmern und sterben ab. Hat die Erde den ersten Check bestanden, muss ich wissen, für welche Pflanzen ich die Erde benötige. Grundsätzlich reicht eine Universalerde aus, egal ob Grünpflanzen, Blühpflanzen, für Zimmerpflanzen oder Draußen. Hortensien, Azaleen, Rhododendron oder Callunen sind Moorbeetpflanzen. Für diese Arten brauchen wir Spezialerden, die einen niedrigen PH-Wert aufweisen (ca. 3,5). Diese Pflanzen gedeihen nur in sauren Böden optimal. Universalerden haben einen PH- Wert von ca. 6,5. Dieser Wert ist für den Großteil unserer Pflanzen optimal.

Der optimale PH-Wert ist ausschlaggebend für die Nährstoffaufnahme und Verwertung, der einzelnen Pflanzenarten.

Hochwertige Erden unterscheiden sich durch Zugabe von Zuschlagsstoffen wie zum Beispiel Bewurzelungshilfen oder Zugaben, die für eine lockere und luftige Struktur sorgen, Netzmittel für eine gute Wasseraufnahme der Erde oder Ton für eine gute Düngeverteilung und Haltekraft sowie die Zugabe von Nährstoffen mit Langzeitwirkung. Das ist nur eine kleine Auswahl der Zuschlagsstoffe, die dafür sorgen, dass unsere Pflanzen gut gedeihen. Bei der Auswahl meiner Erden greife ich gerne auch zu Eigenmarken der Gartencenter oder Baumärkten. Erden aus dem mittleren Preissegment stehen den Markenerden in nichts nach. Sie sind meistens von guter Qualität. Wollen Sie aber sicher sein, sollten Sie immer nachfragen, wer die Erden produziert, um hinterher keine bösen Überraschungen zu erleben. Erden der Markenhersteller sind nahezu alle von hoher Qualität. Was haben Sie für Erfahrungen gemacht, können Sie uns über Erden berichten?